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Sehr geehrte AWEPA-Mitglieder,
Liebe Leser_innen unseres Newsletters!


Es ist nun fast schon 2 Jahre her, als die Staats- und Regierungschefs in New York die Sustainable Development Goals (SDGs) verabschiedet haben. Die Botschaft dieser 17 Ziele lautet: Wir wollen in einer gerechteren und nachhaltigeren Welt leben. Es geht darum, dass im Jahr 2030 kein Mensch in Armut leben soll und hungern soll, dass jeder Zugang zu Gesundheitsversorgung und Trinkwasser hat und in einer friedlichen Gesellschaft lebt. Auch das wichtige Thema Zugang zu Boden und nachhaltige Landwirtschaft, welchem die heutige Ausgabe des AWEPA-Newsletters gewidmet ist, stellt eines der 17 Ziele dar. Wir haben nur noch gute 13 Jahre Zeit, um die SDGs umzusetzen. Es wird nicht nur darum gehen, wie gut die Nationalstaaten die SDGs in ihren Staaten umsetzen, sondern auch inwiefern jeder einzelne seinen Beitrag dazu leistet. Wir müssen den Menschen klarmachen, dass jeder in seinem Handlungs- und Wirkungsumfeld einen Unterschied machen kann.
 
Als Kinderbuchautor habe ich in der Vergangenheit versucht, Kinder für die Situation von Menschen mit Behinderungen zu sensibilisieren und Kindern mit Behinderungen mit meinen Büchern Mut zu machen. Nun habe ich mich gemeinsam mit Linda Exenberger daran gewagt, die komplexen SDGs für Kinder und Jugendliche begreifbar zu machen. Durch das Buch „Unsere Welt. Unsere Zukunft.“ lernen Kinder und Jugendliche viel über die Lebensrealität in anderen Ländern und über die SDGs. Sie werden aber auch dazu angehalten, selbst aktiv zu sein und sich an der Umsetzung der Ziele zu beteiligen. Jeder einzelne kann einen Beitrag zu einer gerechteren und nachhaltigeren Welt leisten. 


Mit besten Grüßen,

Abg.z.NR Dr. Franz-Joseph Huainigg
stellvtr. Vorsitzender der AWEPA Sektion Österreich
 
Inhalt Newsletter Nr.66/2017
Beiträge

Ambreena Manji "Whose land is it anyway?"
 
L. Kleemann et.al. "Land Grabs in Afrika"
 
Martin Häusling "Landgrabbing in der EU"
 
Michelle Nel "Can land reform feed SA?"
 
Parlamentarischer NordSüdDialog

Einladung: Runder Tisch zum SDG 4
 
AWEPA International & Österreich

Modellgesetz zum Privatsektor
 
Unsere Welt. Unsere Zukunft.
 
Hinweise und Veranstaltungen

Das Marampa Projekt
 
The Kilimanjaro Initiative
 
Land Grabbing and Human Rights
 
Beiträge

Ambreena Manji "Whose land is it anyway?"
 
Der ungleiche Zugang zu Land bzw. der Besitz von Land ist eines der bedeutendsten gesellschaftlichen Probleme in zahlreichen ostafrikanischen Ländern. Landreformen der letzten Jahrzehnte haben die negativen materiellen Auswirkungen der Landverteilung auf eine Mehrheit der Bevölkerung oft nicht beheben können, und waren meist lediglich Reformen von Gesetzestexten, nicht aber der tatsächlichen Gründe ungleichen Landbesitzes.  

Die Autorin ist Professorin für Land Law and Development an der Cardiff Law School und hat extensiv zu Landreformen und -gesetzgebung in Ostafrika publiziert. In der vorliegenden Publikation des African Research Insitute beschäftigt sie sich mit der Landgesetzreform in Kenia.

Ambreena Manji "Whose land is it anyway? The failure of land law reform in Kenya." African Research Institute, Counterpoints, 2015.
 
L. Kleemann et.al. "Land Grabs in Afrika"
 
Große Investmentprojekte in Land und Boden bedeuten für die betroffene Bevölkerung oft zahlreiche Risiken, aber wenige Vorteile. Ein umfangreiches Forschungsprojekt in Sambia, Kenia und Mali legt u.a. den Schluss nahe, dass die Landgesetzgebungssysteme in den Ländern Subsahara Afrikas aus zahlreichen konfliktiven und teils noch kolonialen Bestimmungen bestehen, die machtvolle Akteure priviligieren.
 
In dem vorliegende Policy Brief formuliert das Autor_innenkollektiv Politikempfehlungen an Inverstor_innen, die jeweiligen Regierungen und die internationale Gemeinschaft.

Linda Kleemann et.al. "Economic and Ethical Challenges of Land Grabs in Sub-Saharan Africa"; Kiel Institute for the World Economy, German Institute of Global and Area Studies (Hamburg), University of Kiel, 2013.
 
Martin Häusling "Landgrabbing in der EU"
 
Am 27. April 2017 verabschiedete das EU-Parlament eine Entschließung zum Thema „Aktueller Stand der Konzentration von Agrarland in der EU: Wie kann Landwirten der Zugang zu Land erleichtert werden?“ Dem Antrag liegt eine umfassende Studie GD Interne Politikbereiche der Union aus dem Jahr 2015 zugrunde, die das Ausmaß der großflächigen Aneignung von Land für industrielle Agrarproduktion oder als Geldanlage thematisiert. Dies ist nicht nur ein Problem in den Ländern des globalen Südens, sondern schreitet auch in Europa voran.

Martin Häusling "Landgrabbing in der EU" - eine Zusammenfassung der Studie in Deutsch, 2015.

Auf der Homepage von FIAN Österreich sind aufbereitete Infografiken zum Thema zu finden.
 
Michelle Nel "Can land reform feed SA?"
 
Die Autorin interviewt im Artikel der Oxpecker Investigative Environmental Journalists zwei Experten zu den Auswirkungen der bisherigen Umsetzung bzw. neuen Plänen der Landreform in Südafrika. Professor Ben Cousins vom Institut für Poverty, Land and Agrarian Studies der Universität Western Cape und der Landwirtschaftsökonom Professor Michael Aliber von der Fort Hare Universität thematisieren u.a. die geringe Unterstützung von Kleinbäuerinnen und -bauern durch den Staat, fehlende rechtliche Titel oder den Fokus auf großmaßstäbiges Agrobusiness.
 
Michelle Nel "Can land reform feed South Africa?", ClimaTracker Investigations by Oxpeckers Reporters, 2017.
 
Parlamentarischer NordSüdDialog

Einladung: Runder Tisch zum SDG 4
 
Am 22. Juni, 12.00 bis 14.00 Uhr, veranstaltet der Parlamentarische NordSüdDialog einen Runden Tisch zum Thema "SDG 4: Inklusive, gleichberechtigte und hochwertige Bildung gewährleisten und Möglichkeiten lebenslangen Lernens für alle fördern - Wo steht Österreich in der Umsetzung?"

Es diskutieren Expert_innen aus Parlament, Wissenschaft, NGOs und Ministerien.

Das Programm und die Anmeldeformalitäten finden Sie auf der Homepage des Parlamentarischen NordSüdDialogs.

 
AWEPA International & Österreich

Modellgesetz zum Privatsektor
 
Das SADC Parliamentary Forum ebnete den Weg für die Formulierung eines Gesetzes, das einen nachhaltigen Nutzen der wirtschaftlichen Aktivitäten von Minengesellschaften für betroffene lokale Gemeinschaften u.a. durch lokale Partizipation oder die Einschränkung illegaler Finanzströme garantieren soll. Das SADC PF Komitee für Food, Agriculture and Natural Resources, dessen Arbeit u.a. von der Austrian Development Agency gefördert wird,  unterstützt das Modellgesetz.
 
Nähere Informationen auf der AWEPA International Homepage.

 
Unsere Welt. Unsere Zukunft.
 
Die einzelnen Geschichten in „Unsere Welt. Unsere Zukunft“ ermöglichen den jungen Menschen aus Österreich, den Alltag von Kindern aus verschiedenen Ländern der Welt kennen zu lernen und gleichzeitig interessante Vergleiche mit der eigenen Lebensrealität zu ziehen. Darüber hinaus erfahren sie, was sie selbst zur Erreichung jedes einzelnen Ziels der SDGs tun können.

Ein Buch über die SDGs vom stellvertretenden Vorsitzenden der AWEPA Sektion Österreich, Franz Joseph Huainigg, und Linda Exenberger. Illustrationen: Carola Holland. 

Nähere Informationenen zum Buch auf Forum Umwelt, Bildung.
 
Hinweise und Veranstaltungen

Das Marampa Projekt
 
Marampa ist ein Bergbaugebiet in Sierra Leone, Westafrika. Anfang der 1980er Jahre baute eine Tochtergesellschaft der VOEST-Alpine dort Erz ab. Einige Dutzend österreichische Mitarbeiter_innen und deren Familien lebten deshalb zwischen 1981 und 1985 in Marampa. Für die meisten von ihnen bedeutete die Erfahrung „Afrika“ einen großen biographischen Einschnitt.

Buchpräsentation mit der Autorin Juma Hauser und Walter Sauer (SADOCC), der das Buch rezensierte.

Wann: Mittwoch, 21. Juni 2017, 18.00 Uhr
Wo: C3 - Centrum für Internationale Entwicklung, Sensengasse 3, 1090 Wien

Nähere Informationen und Anmeldung hier.
 
The Kilimanjaro Initiative
 
Die Kilimanjaro Initiative wurde offiziell im März 2016 in Nigeria von Frauen aus ländlichen Regionen in mehr als 20 Staaten Afrikas ins Leben gerufen. Die Hauptforderungen der Initiative beziehen sich auf die Rechte der Frauen in Bezug auf den Zugang zu und die Kontrolle von Land und natürlichen Ressourcen.

ActionAid unterstützt die Initiative.

The Kilimanjaro Initiative "Charter of demands: Actualizing women´s land rights in Africa."
 
Land Grabbing and Human Rights
 
Bericht der Allianz Hands on the Land for Food Sovereignty, publiziert von FIAN International,  zur Rolle von EU-Akteuren in Bezug auf außereuropäische Landgeschäfte und die (Nicht)Einhaltung von Menschenrechten.

"Land Grabbing and Human Rights: The Role of EU Actors Abroad",
Hands on the Land for Food Sovereignty Alliance (Hg.), published by FIAN International, Heidelberg, April 2017.

 
Herausgeber und Medieninhaber:
VIDC – Vienna Institute for International Dialogue and Cooperation
Möllwaldplatz 5/3, 1040 Wien, Tel: +43-1-713 35 94, Fax: +43-1-713 35 94 73
office@vidc.org; www.vidc.org, office@nordsueddialog.org; www.nordsueddialog.org
Redaktion: Ingrid Pranger

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Dieses Dokument wurde mit finanzieller Unterstützung der Österreichischen Entwicklungs- und Ostzusammenarbeit (OEZA) und des Landes Oberösterreich erstellt. Die darin vertretenen Standpunkte geben die Ansichten der Redakteur_innen und Autor_innen wieder und stellen somit nicht die offizielle Meinung der OEZA, des Landes Oberösterreich sowie des VIDC dar.